Posted 1 month ago
Loetzforever
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This decoration has not been described much in the specialist literature to date. I am only aware of a few PNs mentioning this decoration, such as III 1160, III 1164, and III 1167. One of these two vases is shown on page 294 of "Lötz" Volume I (Ricke). I also think that the decoration has been completely undervalued so far. What fascinates me about it is the fact that the melusin-like spun thread was also covered with a yellow-green color, which makes it glow. The second color is probably annagelb or another uranium-containing glass that reacts under UV light. There were different methods for spinning a thread, for example with a hot glass bead or a glass rod. It is possible that the dripped glass bead already contained silver-gray glass in the core, which was spun as a thread. Or the second method, that a heated two-tone glass rod (silver-gray inside, yellow-green outside) was used to spin a thread. Some pieces in dark blue with gold thread were also made with blue droplets as feet or handles. Version 178 was also made in orange.
This glass is evidence of the manufactory's attempts to reinterpret old techniques, which was practiced by some European manufactories during this period. Similarities to this applied thread can also be found, for example, in the work of Wolfgang von Wersin for the "Deutschen Werkstätten".
In the last picture of the collage, you can see better how the two colors of the spun thread overlap, using another Lötz decoration that has not yet been identified.
Form and decoration 1920, PN III 1160, dark blue with gold threads Version 178. On a dark blue underlay, a colorless top layer, broadly wrapped with green and metallic silver gray, formed into waves in a six-part ribbed mold, then covered with colorless. Mold blown and shaped. H. 16.5 cm
No cut known. Form and decoration 1920, dark bluewith gold threads Version 178. On a dark blue underlay, a colorlesstop layer, broadly wrapped with green and metallic silver gray, formed into waves in a six-part ribbed mold, then covered with colorless. Mold blown and shaped. H. 18.5 cm
https://www.collectorsweekly.com/stories/262143-loetz-dunkelblau-m-goldfden-ausfh?in=666-activity
Lötz Ausführung 178, dunkelblau mit Goldfäden um 1920.
Dieser Dekor wurde in der bisherigen Fachliteratur wenig beschrieben. Mir sind nur einige PN's mit der Erwähnung dieses Dekors bekannt, wie zum Beispiel III 1160, III 1164, und III 1167. Bei "Lötz" Band I (Ricke) auf Seite 294 ist eine dieser beiden Vasen abgebildet. Ich finde den Dekor bisher auch absolut unterbewertet. Was mich an ihm fasziniert ist die Tatsache, daß der melusin-ähnlich aufgesponnene Faden zusätzlich mit einer gelbgrünen Farbe überfangen wurden und ihn dadurch zum leuchten bringt. Wahrscheinlich handelt es sich bei der zweiten Farbe um annagelb oder ein anderes uranhaltiges Glas, welches unter UV Licht reagiert. Um einen Faden aufzuspinnen gab es unterschiedliche Methoden, zum Beispiel mit einem heißen Glaskügelchen oder einem Glasstab. Es kann sein, daß das aufgetropfte Glaskügelchen im Kern schon silbergraues Glas enthielt, welches als Faden aufgesponnenen wurde. Oder die zweite Methode, daß ein erwärmter zweifarbiger Glasstab (im Innern silbergrau, außen gelbgrün) benutzt wurde, um einen Faden aufzuspinnen. Einige Stücke in dunkelblau mit Goldfäden wurden zusätzlich mit blauen Tropfenauflagen als Füße oder Handhaben hergestellt. Die Ausführung 178 wurde außerdem auch in orange hergestellt.
Dieses Glas belegt die Versuche der Manufaktur, alte Techniken neu zu interpretieren, was von einigen europäischen Manufakturen während dieser Zeit praktiziert wurde. Ähnlichkeiten dieses aufgelegten Fadens gibt es zum Beispiel auch bei den Arbeiten von Wolfgang von Wersin für die "Deutschen Werkstätten".
Auf dem letzten Bild der Collage können Sie anhand eines anderen noch nicht identifizierten Lötz-Dekors besser erkennen, wie die beiden Farben des aufgesponnenen Fadens übereinanderliegen.
Form und Dekor 1920, PN III 1160, dunkelblau mit Goldfäden Ausführung 178. Auf dunkelblauem Unterfang farblose Deckschicht, mit grün und metallischem Silbergrau breit umsponnen, im Sechsteiligen Rippenmodel zu Wellen verformt, dann farblos überfangen. Modelgeblasen und geformt. H. 16,5 cm
Kein Schnitt bekannt. Form und Dekor 1920, dunkelblau mit Goldfäden Ausführung 178. Auf dunkelblauem Unterfang farblose Deckschicht, mit grün und metallischem Silbergrau breit umsponnen, im sechsteiligen Rippenmodel zu Wellen verformt, dann farblos überfangen. Modelgeblasen und geformt. H. 18,5 cm
https://www.collectorsweekly.com/stories/262143-loetz-dunkelblau-m-goldfden-ausfh?in=666-activity








The stripes do seem to glow against the blue! Lovely examples, and a very interesting examination of how they were made!